Im Vergleich zu anderen rheinhessischen Dörfern mit der "heim"-Endung wird Ockenheim relativ spät urkundlich erwähnt, ja, es war sogar streitig, wann Ockenheim erstmals urkundlich erwähnt wurde. Im "Liber Aureus" der Abtei Prüm befinden sich zwei Urkunden, die auf Ockenheim verweisen. In der einen Urkunde vom 15. Oktober 823 ist von einem huccunheim die Rede. 

Die unterschiedlichen Namensnennungen stammen von der sprachlichen und mundartlichen Benutzung, die von Schriftführern übernommen wurden.

 
  •   893 Huckenheym 
  • 1182 Uckenheim 
  • 1209 Oggenheim
  • 1222 Ockenheym
  • 1250 Ockinheim
  • 1272 Okkesheim
  • 1299 Ockenheim
  • 1325 Uckenheim
  • 1372 Ockenhym und Ockinheym
  • 1403 Oggenheim
  • 1462 Ockenheim
  • 1503 Ockenhy
  • 1526 Ockenheim
 
Ockenheimer Wappen
 
Gerichtssiegel aus dem Jahr 1477 zeigen den Sparren mit der Spitze nach oben. Das Siegel hatte die Unterschrift "Siegel des Gerichtes von Ockenheim". Gemäß einer Genehmigungsurkunde vom 17.11.1983 besitzt Ockenheim ein eigenes Wappen (s. Bild). In Silber ein gestürzter blauer Sparren.
 
 

 

893 Älteste urkundliche Erwähnung des Ortes Huckenheim.
983 Reichstag in Verona: Kaiser Otto II. unterstellt das sogenannte Binger Land an Erzbischof Willigis. Zu diesem Binger Lang gehörte auch Ockenheim und verblieb beim Mainzer Kurstaat bis zur Französischen Revolution. 
1172 Umbenennung von Huckenheym in Uckenheim.
1299 Erstmalig wird der Ortsname in der heutigen Form genannt.
1462 Verpfändung von Ockenheim durch Erzbischof Adolf von Mainz an den Marktgrafen von Baden.
1466 Weiterverpfändung an den Grafen von Katzenellebogen. 
1480 Einlösung der Verpfändung durch den Mainzer Erzbischof.
1552 Schutzbündnis mit Bingen: Ockenheim verpflichtet sich mit 4 Mann die Drayspforte zu besetzen und zu unterhalten.
1552 Der Ort wird befestigt.
1630 Die Schweden besetzen den Ort.
1631 Die Spanier besetzen den Ort.
1635 Die Franzosen verwüsten den Ort.
1636 Das Dorf hat nur noch 8 Häuser und 91 Einwohner.
1654 Es gibt nur noch 54 Einwohner.
1666 Die Pest dezimiert die Bevölkerung.
1689 Die Franzosen zerstören erneut den Ort.
1774 Unter Pfarrer Franz Bernhard Hoch wird der Bau der heutigen Pfarrkirche begonnen.
1777 Es wird eine Orgel von der Orgelbaufirma Stumm angeschafft.
1778 Die Pfarrkirche wird eingeweiht.
1812  Der Dorfgraben wird eingeebnet und das Mainzer Tor niedergelegt.
1866 Männergesangsverein wird gegründet.
1893 Gründung des Kriegsfeuerwehrbundes.
1893 Ockenheim erhält eine Wasserleitung.
1895 Gründung des Turnvereins
1902 Ockenheim erhält eine Bahnverbindung.
1903 Gründung des Winzervereins
1903 Gründung des Männergesangsvereins Einigkeit.
1904 Errichtung des Kriegerdenkmals für 1866 und 1870/71.
  Bau der neuen Volksschule in der Mainzer Straße.
1905 Gründung der Katholischen Kirchenmusik
1910 Gründung des Sportvereins Fidelia Ockenheim
1912 Ockenheim erhält elektrisches Licht.
1914-1918 Im 1.Weltkrieg sind mehr als 300 Kriegsteilnehmer und 39 Gefallene zu verzeichnen.
1921 Gründung des Zisterzienserklosters auf dem Jakobsberg
1923 Gründung des Bauernvereins.
1935 Bau des Kriegerehrenmales
1939-1945 Im 2. Weltkrieg sind mehr als 400 Kriegsteilnehmer mit insgesamt 82 Gefallenen zu verzeichnen. Durch Fliegerangriffe wurden 12 Ockenheimer getötet, viele Häuser und die Kleinkinderschule wurden zerstört.
1945 Der Ort wird von den Truppen der 3. amerikanischen Armee besetzt.
1947  Klosterneubau auf dem Jakobsberg.
1951 Anstelle der Zisterzienser übernehmen die Jesuiten das Kloster für 10 Jahre.
1961 Nach Ablauf des Pachtvertrages geht das Kloster in den Besitz der Benediktiner St. Ottilien über.
1961-1962 Innere Restaurierung der Pfarrkirche (Kirchenmaler Schubert, Karlstadt am Main).
1962 Beginn der Bauarbeiten für die Turnhalle.
1983 Das Ockenheimer Wappen wird von der Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz genehmigt.
1964  Einweihung der Turnhalle
1966 Gemeindekassenverwalter Lorenz Reckert wird erster hauptamtlicher Bürgermeister.
1967 Kanalisation und Ortsstraßen werden ausgebaut, die Wasserleitung erneuert.
1969 Die Landkreise Bingen und Mainz werden zum Landkreis Mainz-Bingen zusammengelegt.
1972 Einweihung der Friedhofskapelle.
1973 Ockenheim kommt zur Verbandsgemeinde Gau-Algesheim.
1974  Neubau des Pfarrhauses.
1978 Der Bahnhof wird geschlossen.
1978 Das Feuerwehrgerätehaus wird eingeweiht.
1980 Die Benediktinerpatres vom Jakobsberg übernehmen die Pfarrverwaltung.
1980  Erneuerung der Empore in der Pfarrkirche und Renovation der Orgel.
1980 Richtfest für den Neubau des katholischen Kindergartens.
1980 Spatenstich für den Neubau des Klosters Jakobsberg.
1981 Einweihung des Neubaus des katholischen Kindergartens.
1982 Gründung der Heimatfreunde.
1983 Einweihung des Klosterneubaus auf dem Jakobsberg.
1983 Fertigstellung des umgebauten Gemeindehauses
1984 Umbau des alten Kindergartens zum Georg-Weingärtner-Haus.
1990 Einweihung des neuen Sportplatzes "Auf dem Kissel".
1990 Unterzeichung des Partnerschaftsvertrages Povegliano/Ockenheim.
1992 Einweihung des Bildungshauses St. Bonifatius auf dem Jakobsberg.
1992 Die Pfarrkirche wird von Grund auf restauriert.
1994 Der Gemeindekindergarten wird eröffnet.
1996 Der Bahnhof wird wieder eröffnet.
 

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